Neue Schule, neues Schuljahr – da fehlt einfach die Zeit zum Schreiben und die Seiten meines Blogs sind in letzter Zeit sehr leer geblieben… Das schöne Wetter und die bevorstehenden Ferien haben mich aber zu diesem kleinen Beitrag inspiriert, der auch euch ein bisschen zum Nachdenken anregen soll.

Erinnerungen in Form von Bildern und Videos spielen in meinem Leben schon immer eine große Rolle. Als Kind habe ich es geliebt, meine Fotoalben, die meine Mama mit ganz viel Liebe gestaltet hat, durch zu schmökern. Heute muss ich mich selbst darum kümmern, dass jedes Bild seinen Platz findet. In Zeiten der Digitalisierung ist das nicht immer ganz einfach – besondere Momente werden mit dem Smartphone festgehalten und verschwinden dann in den Tiefen irgendeines Ordners, wenn sie überhaupt den Weg auf einen PC finden. Einige besonders gelungene Bilder gelangen auch in soziale Netzwerke, andere Menschen haben dann die Möglichkeit daran teilzuhaben und können sich vielleicht mit einem darüber freuen.

Was aber habe ich davon? Ganz klar: Bilder machen unser Leben ein bisschen inspirierender und bunter. Neue Reiseziele und Wünsche entstehen, weil Andere diesen Moment mit uns teilen und uns zeigen, schaut her, das passiert gerade in meinem Leben. Und gibt es eine schönere Art dies zu enthüllen?

Oft frage ich mich aber auch, ob dieser ganze Zirkus nötig ist, denn in vielen Momenten ist man einfach zu langsam, um die Kamera zu zücken oder man genießt einfach den Augenblick. Erinnerungen sind ja nicht unbedingt an Bilder oder Videos gebunden – die schönsten Geschichten behält man oft, egal ob mit oder ohne Aufnahme, sowieso im Kopf.

Manchmal geraten die Dinge aber eben in Vergessenheit und genau deshalb mache ich mir gerne die Arbeit und suche aus den tausenden von Urlaubsbildern die schönsten aus und schneide die GoPro-Videos und Handyfilme zusammen. Genau diese Momentaufnahmen erinnern uns an Gefühle und Eindrücke, die man vielleicht genau in diesem Augenblick gespürt hat. Nichts destotrotz sollte man die Momente genießen und nicht durch eine Kamera oder das Handy erleben, nur in der Angst man könnte es nicht für die Nachwelt festhalten – verloren gehen solche Moment nur, wenn man sie eben nicht genießt oder nicht voll auskostet. Also nutzt die besonderen Augenblicke mit euren Liebsten und lasst das Smartphone mal in der Tasche 🙂

Zum Abschluss noch ein Ausschnitt aus einem meiner absoluten Lieblingslieder:

In einem schwarzen Fotoalbum mit ’nem silbernen Knopf
Bewahr ich alle diese Bilder im Kopf… (Sido, 2014)

Eure Jana ♥