Wie schnell die Zeit doch manchmal vergeht – nach wunderschönen drei Wochen sind wir nun wieder im kalten Deutschland zurück, die erste Schulwoche liegt schon fast hinter mir und ihr musstet lange auf den nächsten Eintrag warten… Jetzt ist es endlich soweit und ihr werdet mit ganz viel atemberaubender Natur belohnt: vom Death Valley bis in den Yosemite Nationalpark.

Nachdem wir also mit tollen Eindrücken den Antelope Canyon zurücklassen mussten, führte unsere Route mitten ins Death Valley zur Oasis at Death Valley – ein Zwischenziel, um das man nicht herumkommt. Nach sechs Stunden und vielen Straßen, die gefühlt nicht enden wollten, passierten wir im Dunkeln die Tore des Death Valley Nationalparks und sparten uns gleich mal die Nationalparkgebühr. Naja, eigentlich gibt es wohl Automaten zum Zahlen, aber das habe ich erst Zuhause herausgefunden.

Kurz und knapp – was gibt es hier zu sehen, was sollte man wissen:

  • Bei Nacht: einen klaren und wunderschönen Sternenhimmel
  • Zum Sonnenaufgang: unbedingt auf den Zabriskie-Point – ein wirklich beeindruckender Aussichtspunkt, der das Tal in all seinen Facetten zeigt.
  

 

  • Die Mesquite Sand Dunes  – allen Star Wars Fans als Wüstenkulisse bekannt.
  • Eine frühere Ranch zum Übernachten – unser Zimmer war wirklich toll ausgestattet und sehr sauber. ALLERDINGS ist das Hotel gerade im Umbau und das Essen lies deutlich zu wünschen übrig… Das Frühstück haben wir dann lieber ausgelassen und sind hungrig in den Tag gestartet.
  • Unbedingt vorher das Auto volltanken – hier wird es richtig teuer, denn es gibt nur die eine Tankstelle in Furnance Creek.
  • Nicht ohne eine Flasche Wasser das Auto verlassen – es war wirklich unglaublich heiß und sogar nachts wurde es kaum kühler.
  • Es gibt natürlich auch noch viele weitere Aussichtspunkte, wie „Devil’s Golf Course“ oder „Badwater Basin“  – allerdings war es uns einfach zu heiß und wir wollten nicht hungrig eine Erkundungstour starten…

Nach dem kurzen Aufenthalt ging es „schnell“ – sofern man in Amerika von schnell sprechen kann – in Richtung Mammoth Lakes. Ursprünglich wollten wir direkt in den Yosemite Nationalpark fahren und uns dort ein paar Tage erholen. Leider waren wir aber mit fast acht Monaten Vorausplanung immer noch zu spät dran, um eine erschwingliche Unterkunft direkt im Valley zu bekommen. Es musste also ein Zwischenstopp her, der das Gleiche bieten kann. Dank AirBnB sind wir auf Mammoth Lakes gestoßen. Der bekannte Wintersportort wurde für uns kurzer Hand zum Sommersportort:

  • Perfekter Ausgangspunkt war unsere zauberhafte Unterkunft mit Aussicht auf die Berge und Balkon zum Frühstücken.
  • Unsere erste Premiere war am June Lake ein Stand-Up-Paddle-Board. Uh… nachdem ich mit den Füßen schon einmal die Wassertemperatur vorgefühlt hatte, wollte ich definitiv nicht ins Wasser fallen. Für Anfänger, wie uns, war der See perfekt – kein Seegang und man konnte sich langsam an das Brett herantasten.
  

 

  • Die zweite Premiere folgte noch am gleichen Tag: das erste Mal auf einem E-Mountainbike. Ich, als nicht gerade sichere Fahrradfahrerin, fühlte mich gleich pudelwohl und habe die zusätzliche Unterstützung bei unserer Rundfahrt um die Mammoth Lakes sehr genossen. Ein bisschen Schummel bei den teilweise sehr anspruchsvollen Bergen war es ja schon, aber so konnten wir viel mehr sehen und mussten die bergigen Teilstrecken nicht mit dem Bus fahren. Bergab wurde es auf dem Mammoth Rock Trail richtig abenteuerlich… Zwischenzeitlich wäre ich am liebsten abgestiegen und gelaufen, aber im Nachhinein bin ich ziemlich stolz den Mountainbiketrail erfolgreich bestritten zu haben.
 
  • Unsere Restaurantempfehlung: Das Slocums in Mammoth Lakes – die Mac N’Cheese und das Fisherman’s Stew waren zum Reinlegen. Hier gibt es sogar fast täglich eine happy hour, die sich sehen lassen kann.

Die Mammoth Lakes waren also unser perfekter Ersatz für den Aufenthalt im Yosemite Valley. Leider mussten wir dann auch schon wieder unser schönes Nest verlassen… denn die Reise ging weiter! San Francisco war unser nächstes Ziel und die Vorfreude und Spannung riesig. Nur noch zwei kurze Stopps lagen zwischen uns und der Golden Gate Bridge:

  • Am Visitorcenter der Toulumne Meadows, die Helfer waren wirklich sehr nett, informierten wir uns über kurze Spaziergänge, um zumindest einen kleinen Einblick in den Yosemite Park zu bekommen. (Eine Karte für unseren Spaziergang haben wir dann auch dort erhalten.)
  • Wir spazierten also an der Parsons Lodge vorbei zu den Soda Springs und genossen die schon fast malerische Natur. Dabei liefen uns sogar einige Erdmännchen über den Weg, die uns neugierig beobachteten.

Soda Springs

  • Da ich in vielen Reiseführern gelesen hatte, dass das Yosemite Valley eine ganz andere Seite des Nationalparks zeigt, mussten wir natürlich auch noch dort einen kleinen Zwischenstopp einlegen. Und wirklich…verschiedener hätten die beiden Stopps nicht sein können. Sonnendurchflutete grüne Wiesen und kleine Seen in Toulumne Meadows und riesige Berge (El Capitan) und dunkle Wälder im Valley.
  • Die großen Mammutbäume standen zwar auch auf unserer Liste, aber die liegen leider deutlich südlicher und wären mehr als nur ein Umweg gewesen… Vielleicht aber auch ein Grund noch einmal wieder zu kommen 😉

Viel Natur, viele Eindrücke und tolle neue Erfahrungen waren wie im Flug vergangen und unser nächstes Ziel lag schon gar nicht mehr weit entfernt vor uns – San Francisco. Aber eine so facettenreiche Stadt verdient ihren eigenen Eintrag.

Lasst euch also überraschen,

eure Jana ♥