Wo soll ich nur anfangen? Die letzten Tage gab es für uns ein Highlight nach dem anderen – ein unglaubliches Naturspektakel gefolgt vom nächsten. Viele atemberaubende Eindrücke müssen verarbeitet werden, aber wir würden es wohl jederzeit wieder genauso machen.

Die erste Etappe mit unserem Mietauto führt uns von Las Vegas vorbei am Hoover Dam in Richtung Grand Canyon. Außerplanmäßig mussten wir nach dem Überqueren des Hoover Dams allerdings wieder umkehren, da die weiterführende Straße gesperrt war – dafür haben wir uns wahrscheinlich auch die 30$ Nationalparkgebühr gespart.

Wer sich hier, wie wir, nur einen kurzen Überblick verschaffen will, parkt am besten auf der Arizonaseite, da sind die Parkplätze nämlich kostenlos und die Aussicht grandios. Wer will, kann von dort aus noch über den Hoover Dam laufen oder an einer der zahlreichen Touren teilnehmen.

Hoover Dam (Arizonaseite)

 

Knapp vier Stunden im Auto und dann lag er vor uns – der Grand Canyon. Unglaubliche Weiten, wunderschöne Farben und diese Stille, falls man den Touristenmassen entkommt. Der Sonnenuntergang war wirklich ein Highlight – am besten ihr bringt euch selbst einen kleinen Snack mit, setzt euch an den Rand und genießt wie sich die Farben des Canyons im Minutentakt verändern.

Ganz wichtig: Bloß nicht der Sonne beim Untergehen zuschauen – der Blick auf den Canyon macht den Sonnenuntergang erst besonders.

Sonstige Tipps rund um den Canyon:

  • Perfekter Ausgangspunkt für alle Ausflüge zum Canyon: die Yavapai Lodge East . Von hier aus kann man auch die kostenlosen Shuttlebusse zum Grand Canyon Village und zu den wichtigsten Aussichtspunkten an der Abbruchkante nehmen. Alle View Points gibt’s auch auf einer Karte, die bekommt man beim Bezahlen der Nationalparkgebühr.
  • An der Yavapai Lodge gibt es auch einen kleinen Supermarkt mit Snackrestaurant – aber bitte hier auf keinen Fall einen Bagel essen…mir ist jetzt noch schlecht davon!
  • Wasserflaschen kann man im gesamten Nationalpark nicht kaufen, dafür aber an jeder Ecke seine eigene befüllen.
  • Wir hatten keine gebuchte Tour, da man wirklich an alle Aussichtspunkte entweder mit dem Auto oder dem Bus kommt – im Canyon selbst waren wir also nicht.
  • Vom Grand Canyon Village Richtung Osten erreicht man den Desert View Drive. Hier gibt es den Ausblick auf den Colorado River und vom Desert View-Aussichtsturm einen 360°-Rundumblick.

Gleich zwei beeindruckende Naturspektakel konnten wir von Page aus besuchen: den Horseshoe Bend und den Antelope Canyon – sogar Britney Spears hat dort schon ein Musikvideo gedreht.

Ganz unscheinbar liegt der Horsehoe Bend versteckt hinter einem kleinen Hügel. Der scheinbar kurze Marsch dorthin sieht zwar leicht aus, ist aber ohne eine Flasche Wasser und feste Schuhe nicht zu empfehlen. Für die schönsten Bilder sind wir natürlich erst am Nachmittag angekommen – so gibt es nämlich keinen Schatten auf dem Fluss. Der Ausblick ist unglaublich imposant und es lohnt sich auch ein bisschen an der Kante entlang zu laufen, um die verschiedenen Blickwinkel zu erhaschen.

Horseshoe Bend

 

Eine Nacht im La Quinta Inn & Suites Page und eine Portion Ribs (die waren zum Reinlegen!) im Big John´s Texas Barbeque später standen wir vor dem Eingang zum Antelope Canyon. Wow… Gefühlt tausend verschiedene Ecken, sodass man gar nicht mehr wusste, in welche man zuerst schauen soll. Gott sei Dank hatten wir einen wirklich unglaublich tollen Guide von Antelope Canyon Tours, der uns erklärt hat, wie wir diese Momente auch mit der Kamera festhalten können.

Ohne gebuchte Tour hat man allerdings nicht die Möglichkeit, die verschiedenen Facetten zu erkunden. Absolut zu empfehlen ist eine Besichtigung um die Mittagszeit, da so die Sonne direkt in den Canyon scheint und man sofern es nicht bewölkt ist, die Sonnenstrahlen einfangen kann.

Ihr seht also ich komme aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus, nach einer wundervollen Woche in den USA freuen wir uns auf weitere zwei.

Ganz liebe Grüße aus San Francisco,

eure Jana ♥